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Apheresestandard

Für die extrakorporale Entfernung pathogener Proteine, proteingebundener pathogener Substanzen oder Zellen stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, die als Apherese bezeichnet werden. Der vorliegende Standard gibt basierend auf der aktuellen Fachliteratur einen Überblick über die verschiedenen Verfahren der therapeutischen Apheresebehandlung und deren Einsatzmöglichkeiten bei heterogenen Krankheitsbildern. Da die Apheresetherapie mit hohen Kosten verbunden ist, wird besonderer Wert auf die geprüfte Wirksamkeit der Verfahren gelegt und diese als Evidenzklasse und Härtegrad der klinischen Indikation belegt. Ferner werden die Kriterien der Erfolgskontrolle der Einzelbehandlung und die für eine adäquate Therapie notwendigen personellen und technischen Voraussetzungen als notwendige Anforderung an die Qualitätssicherung beschrieben. Diese Behandlungen können - je nach Schwere des Krankheitsbildes - entweder in der Klinik oder in der ambulanten Praxis vorgenommen werden.
Dieser Standard soll Ärzten und Verantwortlichen im Gesundheitswesen eine Orientierung über die aktuellen Möglichkeiten und Indikationen der Apheresetherapie geben. Die Indikation zur Apheresebehandlung ist bei einigen Erkrankungen eindeutig gesichert, in anderen Bereichen aber noch Gegenstand intensiver Forschung. Dieser Standard ist insofern eine Grundlage der derzeitigen therapeutischen Möglichkeiten und bedarf künftig einer kontinuierlichen Anpassung an den aktuellen Stand des Wissens. Die einzelnen Indikationen zur Apheresebehandlung sollten mit den jeweiligen Fachgesellschaften der zuweisenden Disziplinen abgestimmt werden.  

Im Jahr 2003 hat die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Klinische Nephrologie e.V. den Apheresestandard publiziert, der hier heruntergeladen werden kann.

Mitwirkende:

  • Th. Bosch, München
  • N. Braun, Tübingen
  • W. Fassbinder, Fulda
  • R. Klingel, Köln
  • J. Klinkmann, Rostock
  • G. Lonnemann, Langenhagen
  • U. Querfeld, Berlin
  • W. Ramlow, Rostock
  • V. Schettler, Göttingen  

Koordination:

  • H. Mann, Aachen