Wissenschafts-News
Kategorie: Wissenschafts-News
Von: Pressestelle DGfN
CKD-Risiko nach akutem Nierenversagen: eine Meta-Analyse
Coca SG, Singanamala S, Parikh CR. Chronic kidney disease after acute kidney injury: a systematic review and meta-analysis. Kidney Int 2012;81:442-8
Ein akutes Nierenversagen (AKI) kann das Risiko für eine chronische Nierenerkrankung (CKD) bis hin zum terminalen Nierenversagen (ESRD) erhöhen. Um diese Zusammenhänge zu untersuchen, wurde die Literatur zu diesem Thema systematisch gesichtet und das CKD-, ESRD- und Mortalitätsrisiko von Patienten mit und ohne AKI verglichen. 13 Kohortenstudien konnten hinsichtlich des renalen und gesamten Outcome nach AKI ausgewertet werden. In den gepoolten Daten betrug die CKD-Inzidenz 25,8 pro 100 Personenjahre und die ESRD-Inzidenz 8,6 pro 100 Personenjahre. Patienten, die ein AKI erlitten hatten, wiesen gegenüber Patienten ohne AKI ein höheres CKD- und ESRD- sowie auch Mortalitätsrisiko auf, wobei die adjustierte, gepoolte HR jeweils bei 8,8 und 3,1 sowie 2,0 lag. Die Beziehung von AKI, CKD und ESRD war vom Schweregrad des AKI abhängig. Die Effektgröße des AKI wurde dabei von einer vorhandenen basalen GFR-Einschränkung abgeschwächt. Ein AKI war darüber hinaus unabhängig mit dem kardiovaskulären Risiko und dem Risiko einer Herzinsuffizienz assoziiert, nicht jedoch mit der Hospitalisierungsfrequenz allgemein und auch nicht mit Apoplex bedingten Hospitalisierungen. Die Regressionsanalyse konnte keine Faktoren auf Studienebene identifizieren, die die Ergebnisse hätten beeinflussen können.