Sie sind hier: Presse  /  Aktuelles
Dienstag, 16. Februar 10:24 Uhr Alter: 203 Tag(e)
Kategorie: Presse
Von: Pressestelle Albers

Newsletter Weltnierentag 2010 - Ausgabe 1

Warum schädigt Diabetes die Nieren? Diabetiker können dem Verlust Ihrer Nierenfunktion entgegenwirken! Aktuelle Kampagne


Herzlich Willkommen!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Medienvertreter,

herzlich willkommen zur ersten Ausgabe unseres Newsletters zum Weltnierentag 2010. Der diesjährige Weltnierentag steht unter dem Motto "Damit die Nieren funktionieren: Ich mach´ den Blutzuckercheck". Damit unterstreicht der Aktionstag eine wichtige Präventionsbotschaft, denn viele chronische Nierenerkrankungen, die einer Ersatztherapie (Dialyse, Transplantation) bedürfen, sind eine Folge von Diabetes mellitus (=Zuckerkrankheit) und könnten verhindert werden. Diabetiker, aber auch die vielen Menschen, die einen Diabetes haben, aber nicht davon wissen, sind Hochrisikopatienten für die chronische Nierenkrankheit.

Wir möchten Sie bitten, diese wichtige Präventionsbotschaft mit Ihrer Berichterstattung zu transportieren - herzlichen Dank!

Pressestelle Deutsche Gesellschaft für Nephrologie Dr. Bettina Albers E-Mail: info@albersconcept.de Tel.: 03643 / 776423

Warum schädigt Diabetes die Nieren?

Ist der Blutzuckerspiegel auf Dauer erhöht, schadet dies den Blutgefäßen. Sie verengen sich, was auch zur Folge hat, dass das Nierengewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird - Zellen sterben ab. Auch in den Nieren gibt es Millionen feinster Blutgefäße. Wenn die sich verengen, stirbt also Nierengewebe ab. Je weniger gesundes Nierengewebe vorhanden ist, umso schlechter können die Nieren ihre Aufgaben erfüllen. Dieser Effekt verstärkt sich dramatisch, wenn gleichzeitig auch der Blutdruck erhöht ist.

Diabetiker können dem Verlust Ihrer Nierenfunktion entgegenwirken!

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Jan Galle

Das chronische Nierenversagen ist häufig eine Folge des Diabetes mellitus. Können Diabetiker das Schicksal "Nierenkrankheit" abwenden?
Ja, es gibt durchaus effektive Möglichkeiten der Prävention, um dieses Schicksal abzuwenden. So sind die richtige Blutzuckereinstellung und die strikte Kontrolle des Blutdrucks das A und O bei der Vorbeugung einer durch Diabetes bedingten Nierenerkrankung.

Haben denn alle Diabetiker ein gleichermaßen erhöhtes Risiko, ein chronisches Nierenversagen zu entwickeln?
Nein - das Risiko steigt, je länger ein Patient diabeteskrank ist und korreliert auch mit der Qualität der Zuckereinstellung. Die Patienten, die Diät- und Therapieempfehlungen lax handhaben, haben ein höheres Risiko, ein Nierenversagen zu entwickeln. Besonders wenn bereits eine beginnende Nierenerkrankung diagnostiziert wurde, müssen die Therapievorschriften besonders strikt eingehalten werden. Jeder Diabetiker hat den Erhalt seiner Nierengesundheit also weitestgehend selbst in der Hand.

Und wie kann man erkennen, dass eine beginnende Nierenerkrankung vorliegt?
Das zeigt der "Nieren-Check", den Diabetiker jährlich, gesunde Menschen über 35 Jahre alle zwei Jahre beim Hausarzt durchführen lassen sollte (im Rahmen der "Check-up-35"-Untersuchung, die im Leistungspaket der Krankenkassen enthalten ist). Dazu gehört in erster Linie ein Urintest auf Eiweißausscheidung. Bei einer gesunden Niere ist das Filtergewebe so dicht, dass höchstens 20 mg Eiweiß pro Tag im Urin ausgeschieden werden. Ist mehr Eiweiß im Urin, deutet das auf einen Nierenfunktionsschaden hin.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung für Ihre Präventionsarbeit?
Die Herausforderungen sind vielfältig: Zum einen ist auch in Deutschland die Dunkelziffer von Diabetes hoch. Das heißt, dass viele Menschen nicht ahnen, dass die zuckerkrank sind und somit "ahnungslos" und unbehandelt auf die Folgeerkrankungen von Diabetes wie z.B. Nierenversagen zusteuern. Daher sollte kommuniziert werden, dass ein gelegentlicher Blutzuckertest (beim Hausarzt oder in der Apotheke) für jeden wichtig ist, um einen Diabetes auszuschließen. Eine weitere große Herausforderung liegt darin, Diabetiker für ihr erhöhtes "Nieren-Risiko" zu sensibilisieren und an ihre Therapietreue zu appellieren. Wir hoffen, diesen Zielen mit dem Weltnierentag 2010 ein Stück näher zu kommen!

Aktuelle Kampagne

Um die Bevölkerung für das Thema "Diabetes und chronisches Nierenversagen" zu sensibilisieren, haben die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie und die Deutsche Nierenstiftung eine Flyerkampagne mit freundlicher Unterstützung der Landesapothekerverbände Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe realisiert. Dank der finanziellen Unterstützung der Firmen Amgen und Shire konnten eine halbe Million Exemplare gedruckt werden, die nun in Apotheken dieser Bundesländer ausliegen.

Zur Originalversion dieses Newsletter klicken Sie bitte hier!