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Sonntag, 1. Juli 2012 17:59 Uhr Alter: 321 Tag(e)
Kategorie: Presse
Von: Pressestelle DGfN

DGfN begrüßt Überlegungen der BfArM zur restriktiveren Schmerzmittelabgabe in Apotheken


Wie das Deutsche Ärzteblatt meldet, forderte der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in seiner Sitzung am 26. Juni, die Packungsgrößen bei Schmerzmitteln im freien Verkauf zu beschränken.  Mit dieser Maßnahme möchte man die Patienten für die Gefahren des Langzeitgebrauchs von freiverkäuflichen Schmerzmitteln sensibilisieren. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) begrüßt dieses Vorhaben, denn eine dauerhafte Einnahme vermeintlich „harmloser“ Schmerzmittel geht an die Nieren und kann bei Patienten mit vorgeschädigten Nieren sogar ein akutes Nierenversagen hervorrufen.

Wer über längere Zeit regelmäßig Schmerzmittel einnimmt, muss sich der Gefahren bewusst sein, die damit einhergehen: Die Nieren reagieren empfindlich auf den medikamentösen  "Dauerbeschuss" und können langfristig Schaden bis hin zum akuten Nierenversagen nehmen. Das gilt auch für freiverkäufliche Schmerzmittel wie beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Voltaren oder Paracetamol. Da freiverkäufliche Schmerzmittel bislang ohne Mengenbeschränkung abgegeben werden können, ist den wenigsten Patienten diese Gefahr bewusst. 

„Nach wie vor ist es ein Problem, dass bei Patienten mit vorgeschädigten Nieren im Zusammenhang mit langanhaltendem Schmerzmittelgebrauch ein akutes Nierenversagen auftreten kann. Einige verlieren dann sogar dauerhaft ihre Nierenfunktion und werden zu Dialysepatienten“, so Prof. Dr. Jan Galle, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. „Es ist daher gut, wenn eine strengere Abgaberegelung das Risikoempfinden schärft – nicht jedes freiverkäufliche Medikament ist harmlos“.

Für weitere Informationen und Interviewanfragen:
Pressestelle der DGfN:
Dr. Bettina Albers
Tel. 0174/ 2165629, Opens window for sending emailalbers@remove-this.albersconcept.de