Kommission Peritonealdialyse

Über die Kommission

Die Peritonealdialyse ist mittlerweile als qualitativ hochwertiges Nierenersatzverfahren etabliert. Insbesondere in den ersten Jahren nach Einleitung einer Nierenersatztherapie aber auch bei spezifischen Komorbiditäten wie z.B. beim kardiorenalen Syndrom kann ein sie spezifische Vorteile bieten. In Deutschland ist die flächendeckende Versorgung mit Peritonealdialyse gewährleistet, dennoch ist dieses Verfahren mit einer Prävalenz von knapp 5% weiterhin unterrepräsentiert. Hindernisgründe für dieses Verfahren können durch Ablehnung des Patienten bei unzureichender und zeitgerechter Aufklärung, eine ungünstige infrastrukturelle Situation, aber auch Unsicherheit des Behandlers durch fehlende Praxiserfahrung und vieles mehr begründet sein.

Die Kommission Peritonealdialyse hat es sich zum einen zum Ziel gemacht u.a. zusammen mit der Akademie Niere durch regelmäßige Fortbildungen über Vorteile dieses Verfahren zu informieren und weiterzubilden. Zum anderen bietet die Kommission aber auch eine Anlaufstelle für Informationen; sie ist aber auch eine Schnittstelle zwischen Industrie und Nephrologen. Dies ist z.B. relevant bei herstellerbedingten Komplikationen oder Technikversagen. Diese sind erfreulicher Weise sehr selten, erfordern dann aber koordinierte Aktionen und Informationsaustausch zwischen Industrie, Nephrologen und z.B. BfArM. Übergreifende Projekte wie z.B. das Peritonealbiopsie-Register aber auch das Register Herz-Niere (in Zusammenarbeit mit der Kommission Herz-Niere) sind aus der Kommission hervorgegangen.