Pressemeldungen

Mindestmengenregelung ist bei Nierentransplantation widersinnig

Am 3. Juni meldete die Bertelsmann-Stiftung, dass fast 40% der Krankenhäuser die Mindestmengenregelung für schwere, planbare Operationen nicht einhalten [1], was ein hohes Medieninteresse erzeugte. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) möchte diesen Anlass nutzen, um erneut auf die Widersinnigkeit und Unzulänglichkeit der Mindestmengenregelung bei der Nierentransplantation hinzuweisen. Sie entbehrt jeder Berechtigung und führt dazu, dass Fehlanreize gesetzt werden: Quantität, nicht Qualität wird belohnt! „Es ist höchste Zeit, diese fehlerhafte Regelung aufzuheben.“ mehr...

DGfN plant Kampagne, um die Grippeimpfrate bei chronisch nierenkranken Patienten zu erhöhen

Eine heute im Deutschen Ärzteblatt [1] publizierte Studie belegt eine zu geringe Grippeimpfrate bei chronisch nierenkranken Menschen. Sie liegt mit ca. 45% zwar höher als in der Allgemeinbevölkerung, aber in Anbetracht des Risikoprofils von nierenkranken Menschen ist sie zu gering. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) reagiert umgehend auf die neuen Daten und plant im Herbst eine Grippeimpfkampagne gemeinsam mit der Deutschen Nierenstiftung. mehr...

SGLT2-Hemmer verlangsamen das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit

Die aktuell publizierte CREDENCE-Studie [1] stellt in vielerlei Hinsicht eine Sensation dar: Sie wurde vorzeitig abgebrochen, weil sich bereits vor dem geplanten Studienende eine signifikante Überlegenheit des Prüfmedikaments abzeichnete. Sie ist somit nicht nur eine der wenigen nephrologischen Studien der letzten Dekaden, die positiv ausfielen, sie gibt darüber hinaus Evidenz dafür, dass SGLT2-Hemmer das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit („chronic kidney disease“/CKD) zusätzlich zur Standardtherapie mit RAAS-Inhibitoren wirksam aufhalten. Seit Jahren wird nach Therapien gesucht, um die Krankheitsprogredienz zu verlangsamen und Betroffenen ein möglichst langes Leben ohne Dialyse zu ermöglichen. mehr...

Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2019 - Spitzenleistung in der nephrologischen Forschung ausgezeichnet

In Anerkennung exzellenter Leistungen im Laufe seiner bisherigen beeindruckenden wissenschaftlichen Karriere wird der 37-jährige Nephrologe Dr. med. Dr. sc. nat. Timo Speer, Homburg/Saar, mit dem diesjährigen Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet. Damit ist er einer von zehn hervorragenden jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachbereichen, die den wichtigsten deutschen Nachwuchspreis 2019 erhalten. Die Gewinner des mit je 20.000 Euro dotierten Preises werden von einem hochkarätig besetzten Auswahlausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählt. mehr...

Jetzt bewerben! Neuer Journalistenpreis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)

Im Rahmen ihrer Jahrestagung im Oktober 2019 wird die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) erstmals einen Journalistenpreis (dotiert mit insgesamt 5.000 EUR, die auf zwei Preisträger aufgeteilt werden können) verleihen. Prämiert werden Medienschaffende, die sich in herausragenden Beiträgen journalistisch mit dem Thema Nierenkrankheiten auseinandergesetzt, dieses öffentlichkeitswirksam aufbereitet und damit einen Beitrag zur Prävention geleistet haben. Journalisten können sich bis zum 15. Juli 2019 mit ihrem Beitrag bewerben, wenn dieser im Zeitraum von Mai 2018 bis Ende Juni 2019 veröffentlicht wurde. mehr...

Weltnierentag 2019 - Nierengesundheit geht alle an. Überall.

Unter dem Motto “Kidney Health for Everyone Everywhere” haben weltweit am 14. März, dem diesjährigen Weltnierentag, zahlreiche Aktivitäten die Nierengesundheit im Fokus. Auch in Deutschland wollen die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) gemeinsam mit dem Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V., dem KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V., der gemeinnützigen Stiftung Patienten-Heimversorgung (PHV) und der Deutschen Nierenstiftung das Bewusstsein für Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten von Nierenkrankheiten in der Bevölkerung schärfen. mehr...

Eindringliche Empfehlung der Nierenexperten: Bei der Hitze genügend trinken!

Die Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff und strapaziert gerade die älteren Menschen. „In den letzten Tagen haben wir in den Kliniken viele dehydrierungsbedingte Notfälle gesehen – wie Kreislaufprobleme, Herzrasen und auch akute Nierenversagen“, erklärt Professor Dr. Jan C. Galle, Pressesprecher der DGfN. „Gerade ältere Menschen sollten ausreichend trinken. 1,5-2 Liter am Tag sind normal, bei starkem Schwitzen kann es auch gut ein halber Liter mehr sein.“ Eine weit darüberhinausgehende Flüssigkeitszufuhr bringt jedoch nichts. Die Getränke sollten außerdem genügend Mineralstoffe enthalten. Statt Leitungswasser also lieber mal eine Apfelschorle oder ein alkoholfreies Bier trinken. mehr...

Neuer Marker sagt möglicherweise voraus, ob eine Nierenkrankheit voranschreitet

11 von 100 Menschen sind von einer chronischen Nierenkrankheit betroffen. Bei der Mehrzahl der Betroffenen schreitet die Erkrankung aber nicht weiter voran, bei einigen Patienten kommt es allerdings zu einer rasanten Verschlechterung, wenn nicht frühzeitig therapiert wird. Das bisherige Dilemma: Es ist kaum sicher vorherzusagen, bei welchem Patienten die Nierenkrankheit progredient verläuft und bei welchem nicht. Das Universitätsklinikum des Saarlands publizierte nun wegweisende Daten, denen zufolge das DKK3 (Dickkopf 3)-Protein ein verlässlicher prognostischer Marker für eine fortschreitende Nierenkrankheit ist. mehr...

Zwei Nephrologen aus Deutschland erhalten je einen der vier ERA-EDTA Awards

Der „ERA-EDTA Award for Outstanding Clinical Contributions to Nephrology“ wird heute an Professor Jürgen Floege, Aachen, und der „ERA-EDTA Award for Outstanding Basic Science Contributions to Nephrology“ an Professor Hans-Joachim Anders, München, verliehen. „Dass die diesjährigen europäischen Awards für die Grundlagenforschung sowie für die klinische Forschung nach Deutschland gehen, demonstriert die hohe Qualität des Fachs und Exzellenz der nephrologischen Forschung in unserem Lande“. mehr...