Kommission Prävention und Früherkennung

Über die Kommission

Eine chronische Nierenerkrankung liegt bei circa 10% der Bevölkerung vor [1]. Das Akute Nierenversagen hat eine Prävalenz von 20% im Krankenhaus [2] und ist für die Prognose des Patienten wichtig. Nierenkrankheiten tun nicht weh, weshalb oft die Diagnosestellung immer noch zu spät erfolgt.

Ausgehend von der interdisziplinären AWMF-Leitlinie „Rationelle Labordiagnostik zur Abklärung des akuten Nierenversagens und progredienter Nierenerkrankungen“ wollen wir für die DGfN Empfehlungen zur Früherkennung von Nierenkrankheiten ausarbeiten. Dies beinhaltet insbesondere auch diagnostische Vorgehensweisen zur Früherkennung bei Risiko-Konstellationen wie Patienten mit Hypertonie, Diabetes, kardialer oder anderer internistischer Ko-Morbidität sowie ältere Menschen und der interdisziplinäre Dialog mit Hausärzten und anderen Fachgebieten.

Massnahmen zur Primär-Prävention von Nierenerkrankungen wie Empfehlungen zu Lebensstil sowie bei Übergewicht, Hypertonie und Diabetes mellitus und die jeweils optimale, leitliniengerechte Therapie sollen in Übereinstimmung mit anderen Fachgesellschaften (Deutsche Hochdruckliga; Deutsche Diabetes Gesellschaft) zur Verhinderung von renalen Folgeschäden umgesetzt werden. Nach Erkennen einer Nierenkrankheit müssen sekundär präventive Schritte benannt und eingeleitet werden, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

  1. Girndt M, Trocchi P, Scheidt-Nave C, Markau S, Stang A. Theo Prevalence of Renal Failure. Results from the German Health Interview and Examination Survey for Adults, 2009-2011 (DEGS1). Dtsch Arztebl Int. 2016 Feb 12;113(6):85:91.
  2. Khadzhynov D, Schmidt D, Hardt J, Rauch G, Gooke P, Eckardt KU, Schmidt-Ott K. Akutes Nierenversagen in einem Krankenhaus der Maximalversorgung in Deutschland – Inzidenz, Outcomes und administrative Kodierung. Dtsch Arztebl Int. 2019 [in press].

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